S/Y "SARAH W. VORWERK"
SUED GEORGIEN
(5/6 wochen)
1.TAG: PORT STANLEY
Reise per Bus oder Taxi vom
Mount Pleasant Flughafen zum Besucher Steg in Downtown Stanley, wo die
Sarah auf ihre Gaeste wartet.1-stündige
Fahrt über die einzige auf den Falklands vorhandene Straße bis Port Stanley, der
„Hauptstadt“ (und dem einzigen größeren Ort) der Falkland-Inseln. Hügelige
Landschaften, viel Küste, einige Farmen, Seen und die bizarren „stone runs“
geben uns einen ersten Eindruck. An Bord Erklärung der wichtigsten Funktionen,
Aufteilung der Kojen etc..
2. - 6. TAG: PORT STANLEY -
SOUTH GEORGIA
Wir überqueren 600 Meilen
des Südatlantiks und werden dabei ein wenig die Zähne zusammenbeißen müssen.
Gerade in dieser Situation bewährt sich die solide Konstruktion des Schiffes, so
daß wir beruhigt dem Wellenspektakel zusehen können. Mit Sicherheit werden wir
zwischen den Wolkenfeldern Albatrosse sehen, vielleicht sogar den Wandering
Albatros, der mit seiner Spannweite von 3,20 Metern einen unvergeßlichen
Eindruck bei uns hinterlassen wird. Aber auch die anderen Seevögel , die
Sturmschwalben und unser Lieblingsvogel, der Kapsturmvogel mit seiner
phantastischen Federpracht, werden uns begeistern. Die Natur ist schön, die
Vögel haben ihren Spaß .
Wir werden jetzt auch mehr nach Eisbergen Ausschau halten. Tag und Nacht kontrollieren wir regelmäßig den Radar oder halten draußen Ausschau, um diesen Kolossen aus dem Wege zu gehen. Wer von uns darf den ersten entdecken?
Nach 4 oder 5 Tagen kommt bereits Land in Sicht. Wir segeln allerdings erst nach King Edward Point um einzuklarieren und lassen somit am letzten Tag South Georgia noch an Steuerbord liegen. Wir können die ersten Gletscher und tiefen Fjorde erkennen.
7. -8. TAG: GRYTVIKEN
Wir müssen uns bei den
Behörden melden und einklarieren. Nach der langen Segelpassage wird sich wohl
jeder erst mal die Beine vertreten wollen und so nutzen wir den Tag, zwischen
den Ruinen Grytvikens hindurchzuschlendern, Shackelton’s Grab zu besuchen und
unsere ersten See-Elefanten kennenzulernen. Sie liegen zwischen verrosteten
Fässern und Maschinen und scheinen sich endlos zu langweilen. Das Kino ist 1996
zusammengebrochen. Die Kirche wird aber gerettet und renoviert. Es gibt sogar
ein kleines Museum.
TREKKING: Bis zum Mount Hodges sind es ca. 2,5 Stunden. Von dort genießen wir unseren ersten Ausblick über Grytviken und die Gletscherlandschaft des Inlandes. Im fernen Südosten erhebt sich der Mount Paget, der höchste Berg South Georgias.
9. TAG: GRYTVIKEN - MAIVIKEN
TREKKING: Wir gehen wieder
in Grytviken an Land und folgen der Ostseite dieser riesigen Cumberland Bucht
bis Maiviken, einer weiteren, verlassenen Wafängerstation. Dort wartet die
„Sarah“ bereits auf uns. Wir setzen noch einmal kurz die Segel und gehen in der
nächsten Bucht vor Anker.
10. TAG: MAIVIKEN - LARSSEN
FJORD
Wir segeln tief bis in den
Fjord hinein, in die Nähe des Gletschers.
TREKKING: Wir machen unsere erste Eiserfahrung. Unter kundiger Führung suchen wir uns eine gute Route zum höheren, ungefährlichen Teil des Gletschers. Angeleint suchen wir nach Gletscherspalten und lassen uns bei einigen in diese skurrilen Höhlen herabseilen. Ein hellblaues, aber diffuses Licht umgibt uns. Um uns herum Eiswände, Stalagniten, Stalagtiten, Schneebrücken. Wir können 50-100 Meter weit sehen. Alle paar Meter werden durch einen Schmelzwasserbach unterbrochen, der manchmal auch einfriert und dann bizarre Formen annimmt. Kann die menschliche Phantasie etwas Schöneres entwerfen?
11. TAG: LARSSEN FJORD -
OCEAN HARBOUR
Mitten in der Bucht von
Ocean Harbour ragt das gut erhaltene Wrack eines Raa-Seglers aus dem Meer auf.
Wir gehen vor Anker und verbringen endlose Zeit mit den See-Elefanten (Eli´s)
und Pelzrobben. Sobald wir etwas mehr landeinwärts gelangen, können wir
wahrscheinlich Elche beobachten, deren Vorfahren im letzten Jahrhundert hier
ausgesetzt worden waren und die sich gut vermehrten. Auch Ratten wurden durch
den Menschen eingebracht. Heute sind der größte Teil der Küste von Ratten
infiziert, was der Vogel- und sonstige Tierwelt schweren Schaden zugefügt hat.
12. - 13. TAG: OCEAN HARBOUR
- ST. ANDREWS BAY
TREKKING: über Land
erreichen wir St. Andrews Bay, die größte Kolonie der Königspinguine.
Hier nisten ca. 100.000 Stück nicht nur am Kieselsteinstrand sondern auch bei den Ausläufern des Heaney Gletschers. Königspinguine soweit das Auge reicht. Diese Pinguine sind wahrsten Sinne des Wortes die Könige der Pinguine. Sie werden bis zu 1 Meter groß und benehmen sich majestätisch. Ihre gold-orangene Zeichnung am Hals glänzt in der Abendsonne. Keine Art ist schöner und graziler. Zwar sind die Kaiserpinguine größer, jedoch auch plumper und nur im antarktischen Winter zu sehen, also eigentlich unerreichbar. Dies ist ein ganz besonderes und seltenes Ereignis. Königspinguine kommen ansonsten nur auf wenig anderen subantarktischen Inseln vor, die von Schiffen und Yachten jedoch normalerweise nicht erreicht werden können. In der Antarktis selbst findet man sie nicht.
TREKKING: die Besteigung der Nordenskjöldspitze (7.725 ft) würde von hieraus ca. 2-3 Tage in Anspruch nehmen und über mehrere Gletscherfelder führen.
14. ST. ANDREWS BAY - GOLD
HARBOUR
Nochmals können wir eine
massive Königspinguinkolonie beobachten.
15. GOLD HARBOUR - COOPER
BAY
Wir haben den südlichsten
Teil South Georgias erreicht (54°50 Süd, 35°45 West). Die Küste ist oft den
heftigen Stürmen ausgesetzt und ensprechend zerklüftet und chaotisch.
16. COOPER BAY - LARSSON
HARBOUR
Larsson Harbour ist ein
kleiner Fjord am Eingang zum Drygalski Gletscher. Glatte, riesige Felswände
ragen kerzengerade aus dem Meer hervor.
17. TAG: DRYGALSKI FJORD
Wir kommen zum aktivsten und
beeindruckendsten Gletscher South Georgias. Das Wasser ist übersät mit
Eisschollen und kleinen Eisbergen. Hier in der Nähe brüten die Blauäugigen
Kormorane.
18. TAG: DRYGALSKI FJORD -
ROYAL BAY
TREKKING: Nachdem wir am
Strand nochmals die Königspinguine aus allernächster Nähe beobachten können,
machen wir uns zu einem mehrstündigen Trek Richtung St. Andrew Bay auf. Der Weg
ist oft steinig. Von der Anhöhe aus haben wir einen weiten Blick auf die
riesigen Tierkolonien in St. Andrews Bay und Royal Bay.
19. TAG: ROYAL BAY - GODTHUL
Auch in Godthul finden wir
die Überreste einer Walfängerstation. Verrostete Teile liegen zusammen mit
verwitterten Walknochen am Stand verstreut. Auch hier werden wir wahrscheinlich
auf Elche stoßen.
20. TAG: GODTHUL - COBBLER’S
COVE
Wir gehen in einer sehr
kleinen aber vollkommen ruhigen Bucht vor Anker. Der Eingang ist spannend, denn
er ist sehr schmal und normalerweise unruhig.
TREKKING: Wir können relativ schnell auf die Anhöhe der Bluff Peninsula gelangen und ganz Cumberland Bay überschauen.
21. TAG: COBBLER’S COVE -
LEITH HARBOUR - STROMNESS BAY - HUSVIK
Ähnlich wie in Grytviken
stehen auch hier 3 verlassene Walfängerstationen. In den Fässern lagert noch
Walfischtran, der einen ranzigen Geruch verbreitet. Riesige Kessel und
Transchleudern sind stille Zeugen der früheren ‘Blütezeit’ und lassen die
Ausmaße und Kapazitäten dieser Fabriken erahnen.
22. STROMNESS BAY - FORTUNA
BAY - HERCULES BAY
Wir kommen zur größten
Kolonie der Macaroni-Pinguine: 80.000 dieser witzig anmutenden Tiere brüten,
versorgen ihre Jungen oder hocken unter Steinen.
23. TAG: HERCULES BAY -
PRINCE OLAV HARBOUR - BAY OF ISLES - ALBATROSS ISLAND
In Prince Olav Harbour sehen
wir zum letzten Mal eine verlassene Station. Die ‘Bay of Isles’ beherbergen eine
unglaubliche Konzentration von Pelzrobben und brütenden Albatrossen. Bei Rosita
Harbour ist es unmöglich an Land zu kommen, da die gesamte Küste von den
Pelzrobben belagert wird. Auf Albatross Island können wir jedoch gut an Land und
viele brütende Vogelsorten antreffen, darunter vor allem Albatrosse: Wandering,
Sooty, Giant Petrel und Grey Headed Mollymauk.
24. TAG: ALBATROSS ISLAND -
ELSEHUL
TREKKING: Letzte Gelegenheit
für einen ausgedehnten Trek zur Südseite South Georgias. Wir können an einem Tag
Undine Harbour und Cape Paryadin erreichen. Vom Paß aus können wir gut die
Seestraße zwischen Bird Island und South Georgia beobachten. Es ist wild und
tumultartig. Dieser Teil der Insel ist auch am ungeschützten, denn die meisten
Stürme kommen aus Südwest. Weiter geht es bis zur Südküste. Mehrmals haben wir
die Gelegenheit, uns brütenden Albatrossen zu nähern. Ein friedlicher Abschluß
unserer South Georgia Expedition.
25. - 32. TAG: SOUTH GEORGIA - FALKLANDS
33. TAG: PORT STANLEY -
GOOSE GREEN
Nachdem wir erst mal wieder
ausgiebig die Zivilisation genossen haben und die nötigen Einkäufe erledigt
haben, machen wir uns auf, um noch einen Eindruck von den Falklands zu bekommen.
Wir segeln entlang der südlichen Küste Ostfalklands bis Goose Green.
Goose Green war eines der wichtigen Kriegsschauplätze des Falkland Krieges. Ein argentinischer Soldatenfriedhof erinnert daran.
Goose Green ist außerdem die wohl größte Farm der Falklands. Zur Scherzeit werden hier die Schafherden zusammengetrieben und geschoren. Pro Schaf dauert das ca. 1,5 Minuten. Sie haben dann allerdings einige Tage gutes Wetter nötig, um sich wieder von dem Kälteschock zu erholen, einige verenden. Impfungen gibt es nicht, das wäre unwirtschaftlich.
34. TAG: GOOSE GREEN - PORT
STANLEY
Wir segeln zurück nach Port
Stanley und bereiten uns langsam auf den Rückflug vor. Morgen müssen wir früh
raus. En letztes ‘pint of ale’ im ‘Victory Bar’ Pub.
35. TAG: PORT STANLEY -
MOUNT PLEASANT
Per Bus oder Taxi
wieder zum Mount Pleasant Flughafen.